Quito, ich komme

So, noch etwa eine Woche und dann geht’s los! Ich bin schon fleißig am Packen und muss wohl schweren Herzens doch einige Dinge zurücklassen. Es freut mich aber, dass ich mich jetzt noch von vielen Menschen  persönlich verabschieden konnte. Auch mein letzter Tag im Kindergarten war großartig – danke für die tolle Zeit und die vielen Glückwünsche!

Kurz vor Weihnachten habe ich nun endlich auch erfahren, wohin genau es mich nach Ecuador verschlägt. Ich komme tatsächlich in mein Wunschprojekt, der Unidad Educativa de San Patricio (UESPA) im historischen Zentrum von Quito. Die Einrichtung kümmert sich um die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben und arbeiten. Weitere Infos über das Projekt findet ihr auch hier, auf der offiziellen weltwärts Homepage. Ich werde dort voraussichtlich als Hilfslehrer arbeiten und mit den Jugendlichen ihre Freizeit gestalten – „teaching, playing and hugging“ wie es VASE [1] im Einladungsschreiben ausdrückt 🙂

Hier findet sich noch ein sehr lesenswerter Bericht einer anderen Freiwilligen, die in der UESPA gearbeitet hat. Was sie berichtet, hört sich nach einer sehr schönen und wertvollen Aufgabe an.

Die UESPA ist eine Einrichtung der Salesianer Don Boscos, einer Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche, die fast überall auf der Welt arme und sozial benachteiligte Jugendliche sowie Straßenkinder und Kindersoldaten durch Schulunterricht, Berufsbildung und Jugendarbeit unterstützt – egal, welchem Glauben oder welcher Nationalität sie angehören. Ich finde, das hört sich sehr gut an und da meine Empfangsorganisation VASE ganz ähnliche – weltliche – Prinzipien wie der ICJA hat, habe ich auch keine Bedenken, dass die Einrichtung der Missionierung dient. Das habe ich nämlich von Anfang an ausdrücklich abgelehnt und ich werde mich mit diesem Thema später auch noch ausführlicher befassen, da ich es für bedeutend im Zusammenhang mit einem Freiwilligendienst in der Entwicklungsarbeit halte. Aber zunächst warte ich einfach mal ab, welche Erfahrungen mich vor Ort in Quito erwarten.

Dort werde ich jedenfalls in einer Gastfamilie untergebracht sein, über die ich leider noch nichts näheres weiß außer, dass sie sich aus der Mutter Miriam (60), ihren Söhnen Mauricio (26), Xavier (23) und Christian (20) sowie einem Hund und einer Katze zusammensetzt. Das hört sich schon mal sehr vielversprechend an und auf vierbeinige GefährtInnen muss ich also auch nicht verzichten!

Ihr merkt bestimmt: Für echte Erkenntnisse und Erfahrungen aus Ecuador müsst ihr euch leider noch gedulden, bis ich dort angekommen bin und mich etwas eingelebt habe. Viele von euch warten ja vor allem auch auf Fotos – meine Kameraausrüstung ist inzwischen komplett und ich werde mal schauen, dass ich euch gleich nach der Ankunft schon mal ein paar Eindrücke vermitteln kann 🙂

Auch ich kann es kaum erwarten und bin froh, dass es endlich losgeht!

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1) VASE (Voluntariado Para La Ayuda Social Del Ecuador – frei übersetzt: Freiwilligendienst für die Soziale Hilfe von Ecuador) ist ebenfalls im ICYE (International Cultural Youth Exchange) und damit Partnerorganisation des ICJA in Ecuador. VASE ist also für meine dortigen Seminare und die sonstige Betreuung  zuständig sowie Ansprechpartner bei Problemen.

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